Transport 3 Todeszone von Phillip P. Peterson

Phillip P. Peterson: Transport 3 Todeszone

Transport 3 Todeszone ist das Finale der Transport-Trilogie von Phillip P. Peterson. Nach einem grandiosen Auftakt der Reihe mit Transport 1, der eigentlich als Einzelroman geplant war, hing die Reihe für mich in Transport 2 Todesflut völlig durch. Zu unterschiedlich waren die Genre der Bücher. Während Teil 1 ein SciFi-Wissenschafts-Thiller mit ethischer Problematik war, dominierte im zweiten Band der (teils militärisch anmutende) Überlebenskampf der Kolonisten, mit Hang zur epischen One-Man-Show.

Ich empfehle Euch mit Transport 1 in die Reihe zu starten. Denn neben Paradox ist das eins der besten Indie-SciFi-Bücher, die ich gelesen habe. Für seinen Roman Paradox wurde der ehemalige Raumfahrt-Ingenieur 2016 sowohl für den Kurd-Laßwitz-Preis als auch für den Deutschen Science-Fiction-Preis nominiert.

[Zur Rezi: „Phillip P. Petersons Transport ist Russisch Weltraum-Roulette mit moralischem PENG!“]

Transport 3: Wenn die Vergangenheit dich einholt…

Transport 3 Todeszone setzt unmittelbar nach Ende des zweiten Bandes an. Russell Harris erwacht in einer Zelle. Langsam kehrt seine Erinnerung zurück: General Morrow, sein ehemaliger Vorgesetzter, hatte ihn gefunden. Auf New California hatte er ihn aufgespürt und verschleppt. Nun war er sein Gefangener. Aber wie hatten sie ihn gefunden? Und wohin haben sie ihn gebracht? Denn die stickige Luft im Gefängnis, in dem man ihn festhält, ist viel zu heiß für die Kolonie.

In der Kolonie New California ist nichts mehr, wie es war. Seit die Soldaten die Macht übernahmen, sind die Siedler Gefangene im eigenen Dorf. Denn General Morrow hat New California unter den Befehl der US-Regierung gestellt. Die Siedler dürfen Eridu nur verlassen, um auf den Feldern zu arbeiten. Die von ihnen geerntete Nahrung dient zur Verpflegung der Besatzer, deren Basis und zuletzt auch der Siedler. Doch die Nahrung reicht kaum aus – und der Winter naht.

…und die Dunkelheit naht…

Und es gibt noch ein weit größeres Problem, für dessen Lösung General Morrow erneut die Hilfe von Russell Harris und einiger seiner Kolonisten benötigt. Denn so gigantisch das Netzwerk von außerirdischen Transportern im Universum auch ist, es verliert Knotenpunkte. Pro Sekunde gehen etwa 300.000 Transporter verloren. Dieses Phänomen startete in einer Randregion der Milchstraße und breitet sich seither in ihre Richtung aus. Warum die Transporter den Zugang zum Netzwerk verlieren, weiß man nicht. General Morrow fürchtet, für immer von der Erde abgeschnitten zu werden. Für Marlene Wolfe steht nicht weniger als die Freiheit ihrer Kolonie auf dem Spiel. Russell Harris aber fürchtet um seine Familie. Denn New California liegt schon fast in der „Todeszone“.

… KÄMPFE!

Denn niemand weiß, ob die Transporter sich nur abschalten oder detonieren. Der in Gang gesetzte Mechanismus ist den Wissenschaftlern völlig schleierhaft. Also beginnen neue gefährliche Experimente, um die Funktionsweise der Transporter zu entschlüsseln. Hin- und hergerissen, zwischen Risiko und Pflichtbewusstsein, treten sieben Freiwillige die Reisen zu fremde Planeten an. Was sie dort erwartet, wissen sie nicht. Russell und sein Team kämpfen für ihre Kolonie. Für die Unabhängigkeit ihrer Stadt, die Sicherheit ihrer Kinder, und dafür, unversehrt zurückzukehren. Zum ersten Mal seit der Gefangennahme hat Russell die Möglichkeit, seine Familie wiederzusehen und vor weiteren Gefahren zu beschützen. Und für seine Familie würde er alles tun.

Faszination Transporter

Erneut geht es militärisch zu in Transport 3. Nach ca. 80 Seiten Anlaufphase dreht der Roman aber in die altbekannte Richtung gen Transport 1 ab und entwickelt sich Stück für Stück in einen konfliktgetriebenen und spannenden Thriller, bei dem auch die wissenschaftliche Thematik nicht zu kurz kommt. Im Mittelpunkt stehen dabei erneut die außerirdischen Artefakte, welche als Portale zwischen verschiedenen Planeten fungieren. Sowohl die Freiwilligen als auch das Militär muss das Rätsel der Transporter lösen, um zu überleben.

Phantasievoll beschreibt Phillip P. Peterson die neuen Welten, die sich den Freiwilligen auftun. Mit all ihren Gefahren und Eigenheiten übten diese auch im dritten Teil noch eine einzigartige Faszination auf mich aus. Leider kam dieser Teil im Endeffekt für mich etwas zu kurz. Die Faszination Transporter hat mich aber erneut gepackt. Leider erst, als die Trilogie schon aufs Ende zuging.

Fazit: Transport 3 Todeszone ist ein rätselhafter SciFi-Thriller

Transport 3 Todeszone verbindet die Spannung des ersten Bandes mit dem Überlebenskampf des zweiten Transports zu einer stimmigen und runden Story. Back to the Roots, heißt es. Und so widmet sich dieser Roman der Aufklärung des großen Rätsels hinter den Portalen und beantwortet einige in Transport 1 aufgeworfene Fragen. Dabei beschreibt Phillip P. Peterson faszinierend fremde Welten, lässt miträtseln und mitfühlen, und beendet seine Trilogie mit einem schlüssigen und actionreichen Finalfeuerwerk.

Stern4


[Übersicht] Phillip P. Peterson: Transport Trilogie

Einzelband:
Paradox [Zur Rezi: „Faszinierend: Petersons Paradox entführt uns ganz schwerelos an die Grenzen der menschlichen Vernunft“]

 

Transport 3 Todeszone Book Cover Transport 3 Todeszone
Transport - Trilogie
Phillip P. Peterson
Science Fiction
Indie BoD
28.11.2016
eBook
328

Während Russell und die anderen Siedler von New California mit General Morrow und seinen Söldnern um die Unabhängigkeit ihrer Kolonie streiten, taucht eine neue Gefahr auf. Die Transporter entpuppen sich als fürchterliche Waffen, die nicht nur die Menschen auf New California, sondern die gesamte Milchstraße bedrohen.
Eine Gruppe Freiwilliger begibt sich schließlich auf eine Reihe gefährlicher Missionen mit dem Transporter, um der Gefahr entgegenzutreten. Aber am Ende muss sich Russell fragen, wer der größere Feind ist: Die geheimnisvolle Macht hinter den Transportern oder General Morrow. (Klappentext: Amazon)

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